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Geschichte von St. Paul im Lavanttal

St. Paul im Lavanttal

Sankt Paul im Lavanttal in Kärnten kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie reicht zurück bis in die Römerzeit.

Die Anfänge von St. Paul im Lavanttal

St. Paul im Lavanttal in der Römerzeit

Aus der Römerzeit stammen zwei Weihinschriften, die dem keltischen Gott Latobius gewidmet wurden. Auch aus der illyrischen Epoche sind Bauwerke vorhanden. Eng verbunden ist die Geschichte der Marktgemeinde Sankt Paul im Lavanttal mit dem gleichnamigen Stift. Nach Einschätzungen von Historikern wurde der Felsabschnitt, auf dem sich der Stift in der Gegenwart befindet, schon früh besiedelt. Die Römer errichteten an dieser Stelle ein Kastell.

Bis St. Paul im Lavanttal zum ersten Mal urkundliche Erwähnung fand, dauerte es jedoch noch bis ins Mittelalter. So wurde der Ort im Jahr 1091 als Villula Brugga bezeichnet. Zu dieser Zeit war das Kastell durch eine Burg ersetzt worden. Von Markgraf Engelbert von Spanheim (+1096) war dessen Sohn nach Hirsau geschickt worden. Der Graf benötigte Mönche, um ein Kloster zu gründen. So machte der Graf aus der Burg ein Kloster, das am 1. Mai 1091 ins Leben gerufen wurde.

Den Hof St. Paul, den darunter befindlichen Ort sowie verschiedene Güter aus dem Lavanttal, dem Friaul und der Steiermark stiftete der Markgraf dem Kloster.

Das Stift St. Paul im Mittelalter

1184 bezeichnete Papst Lucius III. das Dorf Brugga erstmals im Rahmen einer Urkunde als Markt. Bis zur ersten konkreten Bezeichnung als Mark St. Paul Lavanttal dauerte es aber noch bis 1289. Schon vorher, im Jahr 1255, erhielten die Einwohner von Herzog Bernard von Spanheim (um 1176 bis 1256) die dazugehörigen Rechte.

Im Mittelalter stieg Sankt Paul zu einem wichtigen Schulkloster auf, während der Markt St. Paul stets klein blieb und in erster Linie eine Handwerkersiedlung bildete. Eine Befestigung oder Mauer war nicht vorhanden. Die Güter der Burg Rabenstein umgaben den Markt. Jahrhundertlang stritten die Rabensteiner und das Kloster miteinander, worunter der Markt oft zu leiden hatte. So erlebte er oft schlimme Zeiten.

1367 machte ein Feuer die hölzernen Decken der Basilika zunichte. 1439 und 1442 wurden Teile des Marktes St. Paul von den Streitkräften der Grafen von Cilli, die im Zwist mit Kaiser Friedrich III. lagen, geplündert. Im Jahr 1476 fielen außerdem die Osmanen ein und richteten größere Zerstörungen an.

paracelsus

Ein prominenter Besucher des Gymnasiums soll der berühmte Arzt und Alchemist Paracelsus alias Theophrast von Hohenheim (1493-1541) gewesen sein.

Im 16. Jahrhundert konnte St. Paul eine neue Blütezeit erleben, als es vom Abt Hieronymus Marchstaller geleitet wurde. Dem baufreudigen Abt ist die Form des Klosters zu verdanken, die es noch heute besitzt.

Sankt Paul in der Neuzeit

Auflösung des Klosters

Im Rahmen der josephinischen Kirchenreformen unter Kaiser Joseph II. (1741-1790) erfolgte 1786 die Aufhebung des Klosters St. Paul, das dadurch aufgelöst wurde. Die Marktvertreter baten den Kaiser daher 1789, den Markt, der sonst immer am Pfingstdienstag stattfand, zum ordentlichen Markt aufsteigen zu lassen.

1809 übergab Josefs Nachfolger Franz II. (1768-1835) das Kloster an die Benediktinermönche um Fürstabt Berthold Rottler, die aus St. Blasien im Schwarzwald aufgrund der Auflösung ihres Klosters vertrieben worden waren. Im Gegenzug erhielten die Geistlichen einen Bildungsauftrag und gründeten eine Schule für Latein sowie ein Vollgymnasium.

Weil immer mehr Handwerker und Beamte nach Sankt Paul einwanderten, kam es zur Errichtung einer kleinen Dorfsiedlung. Der Ortsteil ist in der heutigen Zeit als „Schwarzviertel“ bekannt.

schwarzviertel

St. Paul in der k.u.k.–Zeit

Während der k.u.k-Zeit hielt ab 1874 der Telegraf Einzug in St. Paul im Lavanttal. In vielen kleinen Orten wurden zu jener Zeit staatliche Telegrafenstationen mit beschränkten Tagesdiensten eingerichtet.

1879 entstand außerdem eine Bahnlinie im Lavanttal, die von Unterdrauberg bis nach Wolfsberg verlief und später bis nach Zeitberg weitergebaut wurde. Davon konnte die Wirtschaft der Marktgemeinde spürbar profitieren.

St. Paul in der Zeit des Nationalsozialismus

Die Zeit des Nationalsozialismus hatte auch auf St. Paul Auswirkungen. Als der Abt des Klosters 1940 verstarb, kam es erneut zu seiner Auflösung und Güter und Stiftsgebäude gelangten in den Besitz der neuen Machthaber. Ab dem 21. Juni 1941 musste St. Paul auf Anordnung des Reichsgaus Kärnten die Bezeichnung Spanheim tragen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Namensänderung wieder rückgängig gemacht und St. Paul erhielt am 17. Mai 1946 wieder seinen alten Namen. Das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Marktgemeinde war jedoch stark erschüttert worden. Durch den Wiederaufbau gelang es aber, St. Paul erneut zum Zentrum des Lavanttals zu machen.

Sankt Paul im Lavanttal im 20. Jahrhundert

Durch das 1973 beschlossene Strukturverbesserungsgesetz kam es zur Bildung der Großgemeinde St. Paul im Lavanttal. So wurden die früher selbstständigen Gemeinden Granitztal und St. Georgen eingemeindet. Allerdings war dieser Beschluss ohne das Einverständnis der Bevölkerung gefasst worden. Im Rahmen einer Volksbefragung erhielt St. Georgen 1991 daher seine Selbstständigkeit bald wieder zurück.

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