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Bäckerei, Konditorei Café Kienzl
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Der Unterschied zwischen Weizenbrot und Roggenbrot

unterschied zwischen weizenbrot und roggenbrot

Weizenbrot macht dick und ist ungesund. Diese negative Eigenschaft wird dem Weizenbrot allgemein zugesprochen. Dagegen genießt das Roggenbrot einen guten Ruf. Doch wie gesund ist das Roggenbrot wirklich und trägt die Variante aus Weizen seinen schlechten Ruf zurecht?

Das Weizenbrot

Weizen ist eine Getreidesorte, welches bereits die alten Ägypter angebaut haben. Mittlerweile existieren mehr als 1000 verschiedene Weizensorten. Nach seiner Ernte wird das Korn zu Mehl verarbeitet, das später im Brot verbacken wird. Dabei ist der Vermahlungsgrad für die sogenannten Mehltypen entscheidend. Je feiner die Körner gemahlen sind, desto mehr Nährstoffe und Mineralien enthält das Weizenmehl und desto höher seine Typnummer. Wird das Korn nach der Ernte nicht gemahlen, handelt es sich um Vollkornmehl.

Nicht ohne Grund gehört Weizen seit tausenden von Jahren zu den Grundnahrungsmitteln des Menschen. Es enthält gesunde Mineralstoffe. Darunter zählt Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen. Kalium dient der Regulation des Wasserhaushaltes und unterstütze auch die Herzfunktionen. Außerdem senkt es den Blutdruck. Der Gehalt an Eisen treibt den Sauerstoff voran und ist an der Blutbildung im Körper beteiligt. Magnesium unterstützt die Muskeln, Nerven und die Konzentrationsfähigkeit. Vitamine wie Vitamin A, B1, B2, B6 sind weitere Bestandteile der Getreidesorte. Für den Magen ist Weizen schonend mild und beruhigt sogar die Verdauung. Pro 100g enthält Weizen 326 kcal, 60g Kohlenhydrate, 11g Eiweiß und 2g Fett.

Ist Weizen ungesund?

Diese vielen gesunden Eigenschaften argumentieren für das Weizen als Teil einer ausgewogenen Ernährung. Ist Weizen also nicht ungesund?

Die heutige Massenproduktion hat dazu beigetragen, dass viele Personen Weizen nicht gut vertragen. Bei der heutigen hohen Nachfrage handelt es sich meistens um Hochleistungsweizen. Wegen seiner Anfälligkeit für Pilzbefall und der Sicherstellung der Ernteerträge wird in der Landwirtschaft häufig auf den Einsatz chemischer Pestizide zurückgegriffen. Auch beim Brot aus Weizen werden Zusatzstoffe untergemischt, die dafür sorgen, dass es schneller aufgeht. Dabei ist es die Gehzeit, die über die Bekömmlichkeit des Brotes entscheidet.

Viele seiner negativ zugesprochenen Eigenschaften basieren auf dem Glutengehalt von Weizen. Diverse Menschen leiden an einer Glutenunverträglichkeit. Bei einer Unverträglichkeit kann ein Verzehr gesundheitliche Probleme hervorrufen. Auftretende Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen bis hin zu Durchfall sind. Denn beim Verzehr des Glutens entzündet sich die Schleimhaut im Darm, was auf Dauer sogar das komplette Immunsystem abschwächen kann. Daneben gibt es auch die Weizenallergie. Eine Weizenallergie ist die Überreaktion des Immunsystems auf Eiweißbestandteile im Weizen. Bei einer Allergie führt Weizen zu Magen-Darm-Beschwerden, Schwellungen, Juckreiz oder aber auch Atemnot.

Wie gesund das Weizenbrot letztlich ist, hängt ebenfalls von Mahlgrad des Mehls ab. Bei feinen weißen Mehlen wird die Randschicht und der Keimling beim Mahlvorgang entfernt. In ihnen befinden sich jedoch besonders viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Aus diesem Grund ist das Vollkornmehl reichhaltiger und hält wesentlich länger satt. Dagegen ist die stärker gemahlene Variante vergleichsweise kohlenhydratarm.

Das Roggenbrot

Das Roggenmehl ist ein weiteres von den insgesamt sieben Getreidemehlsorten. Es gehört ebenfalls zu den meistverzehrten Brotsorten. Vom Aussehen her ist die Rogge dunkler, im Geschmack ist sie kräftiger und rauer. Darüber hinaus hat das Mehl einen höheren Mahlgrad. Das spiegelt auch die Typnummer wider: Sie beginnt erst ab 960, wohingegen es Weizenmehl ab einer Typnummer von 480 gibt. Das heißt folglich auch, dass die Roggenvariante mineral- und nährstoffreicher ist als die Weizenvariante.

Von den Arten der Mineralstoffen und Spurenelementen sind beide Mehlsorten sehr ähnlich. Wie auch Weizen enthält das Mehl aus Roggen Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen. Pro 100g enthält es 316 kcal, hat einen Fettgehalt von 1,3g und besitzt 68g Kohlenhydrate. Im Vergleich zum Mehl aus Weizen besitzt jenes aus Roggen jedoch weniger Eiweiß und Stärke. Dagegen ist der Ballaststoffgehalt höher. Dieser hilft dabei, den Cholesterin- und Glukosespiegel zu senken. Das Risiko von Herzinfarkten und Bluthochdruck sinkt. Darüber hinaus kann es beim Abnehmen helfen und wird besonders für Diabetiker empfohlen. Der Grund ist, dass durch den hohen Ballaststoffgehalt das Roggenbrot lange satt hält. Heißhungerattacken werden reduziert. Es beeinflusst nicht nur den Blutzucker, sondern verlangsamt auch die Magenentleerung und erhöht die Anzahl der Stuhlgänge. Die Darmtätigkeit wird angekurbelt. Positive Effekte hat es auch auf die Darmflora und Darmschleimhaut, weshalb es Dickdarmkrebs vorbeugen kann. Unser Abwehrsystem wird gestärkt, weil der Darm als wichtigstes Immunorgan gilt. Vitamin E im Mehl besitzt antioxidantische Funktionen, wodurch es die menschlichen Zellen schützt.

Ballaststoffgehalt: Größter Unterschied zwischen Weizenbrot und Vollkornbrot

Brot aus Weizen bietet nicht den aller höchsten Gehalt an Nährstoffen. Dennoch besitzt es, besonders in seiner Vollkornvariante, Mineralstoffe und Vitamine. In Maßen ist Mehl aus Weizen sicher nicht gesundheitsschädlich. Die Roggenvariante ist allein wegen seiner Mehltypnummer reicher an Nähr- und Mineralstoffen. Den größten Unterschied macht aber der Ballaststoffgehalt aus. Personen, die helles Weizen dem dunklen Vollkorn- oder Roggenmehl bevorzugen, können dennoch auf anderen Wegen ihren Ballaststoffbedarf decken, wie z.B. mit Obst oder Gemüse kompensiert werden.

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