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Bäckerei, Konditorei Café Kienzl
Schwarzviertlerstraße 33
A-9470 St.Paul

Die Geschichte des Backgewerbes

Brot ist schon lange mit der Menschheit verbunden. Daher ist es kein Wunder, dass es schon seit langer Zeit auch Backstuben gibt, in welchen dieses wichtige Nahrungsmittel professionell hergestellt wurde. Bereits in der Altsteinzeit wurde das erste Brot gebacken. So soll auch von Neandertalern Brot gebacken worden sein, wenn damals selbstredend noch nicht in gewerbsmäßigen Bäckereien. Damals wurden heiße Steine verwendet, um Brot herzustellen.  

Die Anfänge

Es waren mehrere wichtige Entwicklungen, welche die Entstehung des heutigen Bäckereigewerbes herbeiführten. Erstens soll die Erfindung von Backöfen erwähnt sein. Zweitens ist die Entdeckung von Hefe zu nennen. Durch die Verwendung von gärenden Hefen wurde das Brot schmackhafter und bekömmlicher. Der Bau größerer Mühlen durch die Römer brachte besseres Mehl und konnte damit auch einen großen Beitrag zur Entstehung von Bäckereien leisten. Es war auch unter den Römern, dass der Beruf des Bäckers zu einem angesehenen und respektierten Beruf wurde.  

Backgeschichte im deutschsprachigen Raum

In den deutschsprachigen Gebieten sollen die ersten Backstuben unter Karl dem Großen, also im achten Jahrhundert entstanden sein. Insbesondere in Klöstern wurde damals Brot gebacken. Der Bäcker als Berufsstand kam dann in den ersten Städten um das 10. Jahrhundert herum auf. Damals war Brot noch ein Luxusprodukt, die breite Bevölkerung konnte es sich nicht leisten. Seit dem 12. Jahrhundert ist im deutschsprachigen Raum belegt, dass sich die Bäcker in Zünften organisierten. In diesen wurden die wichtigsten Regeln für das Backgewerbe geregelt. So wurden Arbeitszeiten beschlossen, die Beschaffung von Mehl und anderen Zutaten organisiert und generell Politik im Sinne der Bäcker betrieben. Bäckermeister suchten sich ihre Lehrlinge aus. Wer sich nicht an die Zunftordnung hielt, wurde hart bestraft. 

Im Mittelalter waren Bäckereien meist alleinstehende Gebäude, welche sogar teilweise außerhalb der Stadtmauern zu finden waren, um Brandgefahr vorzubeugen. Bäckereien entwickelten sich selber schnell zu Orten des Zusammenkommens und des kulturellen Austauschs. So ist es kein Wunder, dass Kaffeehäuser und Bäckereien sich noch heute als Gemeinschaftsorte verstehen.  

Neue Zutaten im Brot

Nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer fanden neue Zutaten Einzug in die Produktion des Brotes. Zucker wurde vermehrt verwendet, da dieser in der Karibik leicht anzubauen war. Auch Schokolade und Kakao kam erst zu dieser Zeit in Verwendung bei der Produktion von gebackenen Süßspeisen. Das Backgewerbe änderte sich dadurch stark, weil vermehrt statt nur Brot auch Mehl- und Süßspeisen produziert werden konnten.  

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es tatsächlich noch stark üblich, dass Brot zuhause gebacken wurde und anschließend auf der Straße selbstständig verkauft wurde. Teilweise wurden Leiterwagen dafür eingesetzt.  

Erst im 19. Jahrhundert wurden diese Zünfte aufgelöst und eine generelle Gewerbefreiheit für Backstuben eingeführt. Während der industriellen Revolution gehörte der Beruf des Bäckers zu einem der häufigsten überhaupt. Spannend zu erwähnen ist, dass in der Vergangenheit meist Weißbrot als eine Sorte für die Oberschicht, Schwarzbrot eher für die ärmliche Bevölkerung gesehen wurde. Dies ist eine Sichtweise, die sich im 20. Jahrhundert eher umdrehte, da heute Schwarzbrot als nährreicher und schwerer zu produzieren gilt.  

Bäckereigewerbe wird maschinisiert

Das Bäckereigewerbe war seit jeher mit mühsamer Handarbeit verbunden. Lange Arbeitsstunden gehörten immer schon dazu. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zogen flächendeckend Maschinen in die Bäckereien ein, das Brotbacken wurde maschinisiert und industrialisiert.  

Im Jahr 1929 erfand ein Amerikaner eine automatische Brotschneidemaschine, mit der er vorgeschnittenes Brot in großem Stil produzieren konnte. Da jedoch das Metall für diese Maschinen im zweiten Weltkrieg für die Waffenproduktion genutzt werden musste, setzte sich diese Art von Maschinen erst später durch.  

Heute ist im Backgewerbe eine Konzentration an Betrieben zu sehen. Kleinere Backstuben werden von größeren übernommen. Tiefgekühltes Brot und der Vertrieb über Supermärkte ließ viele kleinere Bäckereien eingehen.  

Bäcker in St. Paul im Lavanttal

Über 100 Jahre ist es her, dass am jetzigen Standort der Bäckerei Kienzl im Lavanttal das erste Mal Brot gebacken wurde.
In den vergangenen Jahren wurde durch regelmäßige Investitionen in neue Produktionsanlagen sichergestellt, dass das Unternehmen zu den modernsten Bäckereien in der Region zählt.
Täglich backofenfrisch, knusprig und geschmackvoll – täglich hausgemachte Torten – süß, fruchtig, cremig, verführerisch.
Für den feinen Genuss…
Die Liebe zum Handwerk, die Sorgfalt im Umgang mit Backwaren und ein einzigartiges Know-How bringen wir mit uns!

Öffnungszeiten Bäckerei Kienzl

Montag bis Sonntag

von 5:30 bis 20:00 Uhr

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